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Das Immobilien Angebot in Spanien und an der Costa Blanca

Immobilien in Spanien unterlagen in den letzten 20 Jahren starken Schwankungen, so auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Die Entwicklungen der angefangenen Neubauprojekte, von 1990 bis 2008, verdeutlichen die stark abnehmende Bautätigkeit in Spanien.

Die Zahl der neu begonnen Bauprojekte nähert sich mit ca. 22.000 dem niedrigsten je registrierten Wert im Monat März 1993. Der im September 2008 registrierte Wert von neu begonnenen Bauprojekten ist im Vergleich zum Vorjahr um 54% gefallen. Die Zahl der Fertigstellungen von ca. 50.000 Bauprojekten im September 2008 hat sich im Vergleich zum selben Monat im Vorjahr kaum verändert. Dies Spiegelt aber nicht die aktuelle Marktsituation dar, sondern beruht auf langwierigen Genehmigungsverfahren und Baufortschritten.

In der Provincia Alicante wurden im Jahr 2008 lediglich knapp über 8.000 neue Bauprojekte begonnen. Im Jahr 2007 waren es noch rund 32.000, ein Rückgang im Jahresvergleich von rund 75%.

Im Vergleich zum landesweiten Rückgang in ganz Spanien, schneidet die Provinz Alicante deutlich schlechter ab. Die Gründe liegen auf der Hand. Der immense Rückgang an neu begonnenen Immobilien liegt daran, dass die Provinz Alicante laut Schätzungen im November 2008 noch einen Immobilien Leerbestand von rund 40.000 nicht verkauften neuen Wohnimmobilien aufwies.

Die Fertigstellungen von neuen Immobilien in der Provinz Alicante belaufen sich im Jahr 2008 auf rund 25.000. Die überwiegende Mehrheit dieser Bauten wurde in den Jahren des großen Baubooms im neuen Jahrtausend begonnen.

Das Überangebot an neuen Immobilien an der Costa Blanca im niedrigen wie auch im mittleren Preissegment ist augenfällig. Das Überangebot und die zeitgleich schlechte Lage der Gesamtwirtschaft verhinderten neue Bauprojekte. Dies wiederum führte zu einer Verdopplung der Baustops und der damit einhergehenden historischen Preisreduktion in den Jahren 2008/2009. Die Baustops für 2008 sind an der Costa Blanca auf rund 700 angestiegen – was einer Verdopplung zum Vorjahr entspricht.

Wesentlich besser sieht die Gesamtlage an der Costa Blanca für Luxus Immobilen aus. Trotz einem gewissen Überangebot auch auf diesem Sektor halten sich Angebot und Nachfrage in einem wesentlich besseren Verhältnis. Diese küstennahen Luxus Immobilien sind meist voll bezahlt, belasten den Eigentümern kaum und werden deshalb auch nicht einfach auf den Markt geworfen. Zudem handelt es sich bei diesen Luxus Immobilien nicht um Massenware des spanischen Baubooms, sondern meistens um hochwertige Bauobjekte. Die Inhaber dieser Luxus-Immobilien sind vorwiegend ausländische Investoren, Rentner, wohlhabende Spanier, oder aber auch reiche ausländische Familien mit Kindern, welche sich diese Luxusimmobilien als Zweitresidenz halten.

Die Gesamtlage der Bauwirtschaft an der Costa Blanca ist immer noch schlecht, aber die für Käufer ist es wichtig zu wissen, dass die Preisentwicklung der letzen zwei Jahre weitgehend von den oben skizzierten Kriterien abhängt. Massenware kam stark unter Preisdruck, Luxus-Immobilien eher moderat. Die südliche Costa Blanca hat größere Probleme und die Preisabschläge sind teilweise überdurchschnittlich hoch. In der weit exklusiveren Gegend, der nördlichen Costa Blanca zwischen Altea, Calpe, Benissa, Moraira und Javea bleibt der Häusermarkt nach wie vor ein gefragter Investitionsmarkt. Im Sektor von neueren Einfamilienhäusern und Luxusimmobilien ist wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen Die Nachfrage nach gepflegten Immobilien hält sich in der nördlichen Costa Blanca konstant auf gesundem Niveau.

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